
14 Absolventen nutzen Umweltmanagement als Chance in der Krise
Als sie ihre Ausbildung begannen stöhnte Europa und die ganze Welt unter der Finanz- und Wirtschaftskrise. Ja, damals schien es vielleicht manchen sogar vermessen, Mühe und Anstrengung in Ausbildung anstatt in Arbeitsleistung im Unternehmen zu investieren. Doch nun halten sie –und auch ihre Unternehmen – den Lohn in Händen: einen international anerkannten akademischen Grad und eine innovative, zukunftsfähige Lösung für das eigene Unternehmen.
Die Rede ist von den 14 frisch gebackenen Absolventen des MSc-Lehrgangs MANAGEMENT & UMWELT, denen gestern in einer Festveranstaltung in St. Pölten die Urkunden mit den akademischen Graden von LAbg. Martin Michalitsch, Dr. Christian Milota (NÖ Landesakademie) und Univ.-Prof. Dr. Alfred Schmidt (Umwelt Management Austria) überreicht wurden. Im Jahr der Krise haben sie Wissen in den Bereichen Technik, Recht, Management und Ökologie erworben, wurden zum Umweltmanager ausgebildet und trainierten die Anwendung der Fähigkeiten in praxisnahen Lehrgangsprojekten. Sie erfuhren, dass wirtschaftlicher Erfolg und Umweltschutz einander nicht ausschließen, sondern dass Maßnahmen zum Schutz der Umwelt oftmals Einsparungen oder sogar Gewinne erlauben. Damit war der Lehrgang vor allem auch in Zeiten der Krise eine Investition in die Zukunft: in die eigene als gefragter Mitarbeiter, aber auch in die der entsendenden Unternehmen.
Unmittelbar vom Lehrgang profitieren jene Organisationen, für die die Teilenehmer in ihren Lehrgangsprojekten innovative Lösungen und Konzepte entwickelten:
Energiekonzept für Ebreichsdorf
Für die Gemeinde Ebreichsdorf wurde ein Energiekonzept erarbeitet. Es wurden die Energiesparpotenziale ebenso erhoben wie die lokal verfügbaren erneuerbaren Energiequellen. Daraus wurden Handlungsempfehlungen erarbeitet, mit deren Umsetzung eine möglichst weitgehende Autarkie erreicht werden kann.
Barrierefreie Besucherangebote
Der Nationalpark Gesäuse widmete sich als erster österreichischer Nationalpark dem Thema „Barrierefreie Besucherangebote“. Mit dem entwickelten Konzept soll auch Menschen mit Behinderung das Naturerlebnis im Nationalpark Gesäuse ermöglicht werden. Vielfältige Angebote wurden geschnürt und zur Umsetzung vorgeschlagen.
Naturschutzrecht
In diesem Projekt wurden für den Verbund die Bestimmungen der österreichischen Naturschutzgesetze evaluiert um festzustellen ob die zahlreichen Unterschiede zwischen den Bundesländern – die vor allem bei Infrastruktur- und anderen länderübergreifenden Vorhaben große Probleme mit sich bringen – fachlich gerechtfertigt sind und in welchen Bereichen Vereinheitlichungen sinnvoll wären.
Biogas mag man eben
Für die Firma Manner wurde die Machbarkeit einer Biogasanlage am Werksstandort Wolkersdorf in technischer, ökologischer und ökonomischer Sicht geprüft. Damit wurde eine Entscheidungsgrundlage für die Geschäftsführung geschaffen, ob Schnittenbruch, Kakaoreste und ähnliche Stoffe auch künftig extern entsorgt oder in einer Biogasanlage gemeinsam mit Abwässern verwertet werden sollen.
Mit der Diplomverleihung wurden die Absolventen in die berufliche Praxis entlassen, in der sie nun ihre Fähigkeiten Tag für Tag unter Beweis stellen und die Synergien zwischen Umwelt und Wirtschaft nutzen werden. Ihnen nachfolgen werden schon bald 27 weitere Lehrgangsteilnehmer, die derzeit gerade diese Ausbildung absolvieren. Interessenten, die dieses Angebot auch zu ihrem Vorteil nutzen möchten, haben dazu ab Juni 2011 wieder die Chance – dann startet der 23. MSc-Lehrgang MANAGEMENT & UMWELT .

Einladung und Programm [>>> download ]
Information:
Umwelt Management Austria
Brunngasse 18/2
3100 St. Pölten
02742 - 21454
www.uma.or.at
office@uma.or.at