
Vermessungsarbeiten außerhalb eines Gewerbeunternehmens erregen die Aufmerksamkeit von Anrainern. Einer von ihnen erkundigt sich bei einem Arbeiter, was denn hier geschehe. Dieser gibt die Auskunft, dass eine neue Produktionshalle errichtet werden solle. Der Anrainer informiert andere Bürger, die Nachbarn formieren sich, mobilisieren den Bürgermeister und im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für die neue Produktion sieht man sich letztlich mit einer großen Schar Beteiliger, mit vielen Einwendungen und Widerständen konfrontiert.
Oder: obwohl innovativ und technisch qualitätvoll geplant zeigt sich bei einem Genehmigungsverfahren einer neuen Anlage, dass ein vor zig Jahren beabsichtigter und genehmigter Umbau nicht durchgeführt wurde, daher der Bestand der Anlage nicht den aktuellen rechtlichen Bestimmungen entspricht und nicht nur die neue Anlage nicht errichtet werden kann sondern sogar der bestehende Betrieb gefährdet ist.
Beispiele aus der Praxis, die zeigen, dass die Errichtung, Erweiterung oder der Umbau von Betriebsanlagen nicht nur eine technisch ausgeklügelte Planung erfordern, sondern dass viele weitere Aspekte – von den Rechtsvorschriften über Projektmanagement bis zur Kommunikation mit Anrainern und Behörden – zu beachten sind, um Genehmigungsverfahren rasch, effizient und im Sinne der Unternehmen und aller Beteiligten abwickeln zu können.
Technische Planung durch Ingenieure
Ingenieure, Techniker und Planer haben über viele Jahrzehnte hinweg bewiesen, dass sie ihren Kunden ausgeklügelte technische Planungen für Um- und Neubauten, für technische Anlagen, für neue Produktionssysteme und innovative Technologien zur Verfügung stellen können. Diese entfalten für ihren Auftraggeber aber nur dann den erwarteten Nutzen, wenn sie genehmigt und damit auch realisiert werden können.
Dass es sich daran nicht „spießt“ ist ein wichtiges Anliegen der Unternehmen und der von ihnen beauftragten Ingenieure und Planer. Die Erfahrung zeigt: beide können wesentlich dazu beitragen.
Ingenieure und Planer, die neben der technischen Planung ein effizientes Verfahrensmanagement anbieten können, eine Begleitung der Unternehmen durch das Verfahren und vor allem die Identifikation von Lösungen, wenn scheinbar „nichts mehr geht“, sind daher gefragter denn je.
Einmaliges Ausbildungsangebot
Die Wirtschaftskammer Niederösterreich und deren Fachgruppe der Ingenieurbüros bietet daher gemeinsam mit Umwelt Management Austria erstmals ein einmaliges Ausbildungsangebot, das Ingenieure und Planer hierzu befähigt: den Lehrgang „Verfahrensmanagement: effizient und gewinnbringend“. In sechs Lehrgangstagen werden kompakt, interdisziplinär und praxisnahe anhand zahlreicher Vorträge, Beispiele, Fallstudien und Rollenspiele die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten im rechtlichen Bereich, zur Konfliktvorbeugung bzw. -lösung, zur Kooperation mit Behörden, zum Projektmanagement und zum Finden von Lösungen erworben, um auch scheinbar aussichtlose, zumindest aber äußerst komplexe Probleme in Genehmigungsverfahren zu bewältigen, wenn nicht sogar zu vermeiden.
Die Teilnehmer profitieren vielfach: durch direkte Kontakte zu Behördenvertretern, Sachverständigen und großen Unternehmen, als Komplettanbieter für die Kunden: von der Idee über das Behördenverfahren bis zur Umsetzung.
Organisation
Der Lehrgang ist in zwei Blöcke (Donnerstag bis Samstag) gegliedert und kann so in optimaler Form neben den beruflichen Verpflichtungen absolviert werden. Der erste Lehrgang startet am 22.09.2011 (Block 1: 22.-24.09., Block 2: 13.-15.10.2011) und findet in St. Pölten statt. Um eine optimale Betreuung der Teilnehmer und ein praxisnahes Arbeiten zu ermöglichen, ist die Teilnehmerzahl begrenzt – Interessenten sollten sich daher rasch melden!
Einladung und Programm [>>> download ]
Information:
Umwelt Management Austria
Brunngasse 18/2
3100 St. Pölten
02742 - 21454
www.uma.or.at
uma@noe-lak.at